Der Jakobsberg
Der westliche Teil des Wesergebirges wird auch Jakobsberg genannt. Bis
in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhundert wurde hier der Porta-Sandstein
abgebaut. Verwendung fand er beim Bau von Burgen, Kirchen und öffentlichen
Gebäuden. Beispielsweise fand beim Bau des Bremer Doms, des Stadthauses
in Minden und dem Kaiser Wilhelm Denkmal dieser
schöne und zugleich hochwertige Baustoff Verwendung.
In den Stollen, die durch den Untertageabbau des Sandsteines entstanden
sind, wurden im 2. Weltkieg kriegswichtige Betriebe untergebracht. Die
Hallen aus dieser Zeit sind noch zum Teil erhalten.
Die steil abfallende Felsenklippe am Westhang des Wesergebirges wird allgemein
als Portakanzel bezeichnet. In deren Nähe sich im Mittelalter die
Antoniuskapelle befand, die dieser Formation früher ihren Namen 'Antoniusberg'
gab. Die neuere Bezeichnung 'Jakobsberg' wurde um 1780 gebräuchlich,
nach dem preußischen Zöllner Jakob, der am Südhang der
Berges Wein angebaut hatte. Die Portakanzel wurde vom "Verein Naturpark
Nördlicher Teutoburger Wald / Wiehengebirge" mit finanzieller
Beteiligung des "Bismarkbundes an der Porta Westfalica e. V."
im Jahre 1976 neu gestaltet.

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