Die Entstehung der Porta Westfalica
Die Porta Westfalica wird durch eine Scharte im Wesergebirge gebildet,
durch die sich die Weser quält. Rechter Hand (stromabwärts gesehen)
wird es auch als Wiehengebirge bezeichnet. Danach hat die Weser freien
Lauf bis zur
Porta Westfalica. Früher, so erzählen die alten Leute, war
dieser Abfluss nicht vorhanden. Das Weser- und Wiehengebirge war ein Bergmassiv.
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Damals ergoss sich der Strom bei Wallücke in die 'Norddeutsche
Tiefebene'. Zu dieser Zeit wollte der Teufel die Bewohner in der Gegend
um die heutige Porta unter seine Fuchtel bringen. Er quälte sie und
ließ sich allerlei Bosheiten einfallen. Aber bei so einem frommen
und gottesfürchtigen Volk, wie es die damaligen Bewohner waren , hatte
er wenig Erfolg damit. Er musste sich etwas anderes einfallen lassen. Aus
dem Süden des Berglandes schleppte er gewaltige Brocken Felsgestein
zu der Schlucht in Wallücke und verstopfte diese damit. Die Weser
konnte nicht abfließen. Sie staute sich vor dem Wesergebirge, ganze
Dörfer versanken in den Fluten. Viele Bewohner flüchteten auf
den Berg, aber ein grosser Teil ertrank in den Fluten der Weser. Trotz
dieser Drangsalierung wollte keiner von ihnen den Teufel anbeten, sondern
sie flehten Gott um Hilfe an, er möge doch den Leibhaftigen in die
Hölle verbannen.
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Gott erhörte das Beten und Flehen und sandte ein gewaltiges Unwetter
zu den gequälten, so daß diese glaubten, ihr letztes Stündlein
habe geschlagen. Ein Blitz durchzuckte den Himmel und spaltete mit einem
Schlag den Berg. Das Wasser konnte abfließen und aus den Fluten kamen
die Häuser und Felder wieder zum Vorschein. Von nun an fließt
die Weser durch diese Bergscharte - auch Porta Westfalica genannt - Richtung
Nordsee.
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