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Bei einer Wanderung über den Kammweg (Wittekindsweg) in der Nähe des Denkmals fallen die Klippen an der Südseite des Wiehengebirges auf. Sie bestehen aus Kalksandsteinen und Kalken des Oberen Jura (Heersumer Schichten und Korallenoolith). Am bekanntesten ist die Felsenklippe "Silberblick". Von hier hat man eine weite Aussicht überdie Hausberger Schweiz, das Erholungsgebiet "Großer Weserbogen" bis hin zum Amtshausberg in Vlotho und zu den Lippischen Bergen. Wandert man auf dem Wittekindsweg weiter, gelangt man zum Moltketurm. Der Moltketurm, auf dem höchsten Punkt des Wittekindsberges (281,48 m über NN), wurde 1828/29 als Signalpunkt 1. Ordnung für Zwecke der Landesvermessung errichtet, und zwar nach einer Idee des Steuerrates und Geodäten Johann Jacob Vorlaender unter tatkräftiger Hilfe des Amtmanns Heinrich Ludewig Schumacher auf Gut Wedigenstein, der den Turm wenige Jahre später mit Hilfe von privaten Spenden bis zu einer Höhe von 50 Fuß (13,80 m) gebracht und als Aussichtsturm eingerichtet hat. In jener Zeit war dafür die Bezeichnung "Wittekindsstein" gebräuchlich. Der Name "Moltketurm" wurde 1906 durch Bekanntmachung der Gemeindeverwaltung Barkhausen eingeführt - zur Erinnerung an den Feldmarschall Graf Helmuth von Moltke (1800 -1891). Er war preußischer Generalstabschef von 1858 bis 1888 und plante und leitete die militärischen Operationen der siegreichen Feldzüge 1864,1866 und 1870/71. Auf dem Gebirgskamm zwischen Moltketurm und Kaiser-Wilhelm-Denkmal steht ein Stahlgittermast des Westdeutschen Rundfunks. Er dient der Verbreitung des Femseh-Programms und ist Funkleitstelle für den UKW-Funk. Vor dem letzten Weltkrieg errichtet, war er ursprünglich Lichtsignalturm auf der Flugstrecke Osnabrück - Hannover. Wenn man über den Kammweg des Wiehengebirges (Wittekindsweg) nach Osten wandert, tritt der Weg bald hinter dem Moltketurm in die Wittekindsburg ein. Sie ist die bekannteste der sächsischen Volksburgen an der Weserpforte. Die Größe der Gesamtanlage, die 1907 von Prof. Langewiesche erforscht worden ist, beträgt 6,5 ha; sie ist 650 m lang und 110 m breit, bildet also ein langes, schmales Rechteck. Der Westwall, den der von Bergkirchen kommende Wanderweg durchschneidet, ist ziemlich verfallen; dagegen sind Ost- und Nordwall zum Teil noch gut erhalten. Nach Süden war die Burg nur schwach befestigt, da hier der steile Bergabfall einen genügend starken Schutz bot. Der Wanderer kann die Fliehburg und ihren Umfang leicht erkennen, da sie nördlich des Wittekindsweges ihrer Länge nach von einer mauerartig wirkenden und hier den eigentlichen Gebirgskamm bildenden Kalksteinklippe durchzogen wird. Hinter dieser Klippe liegt der Nordwall der Burg. Dort wurde bei den Ausgrabungen das Nordtor oder Häverstädter Tor freigelegt, das als "Meisterstück frühgeschichtlicher Verteidigungskunst" anzusehen ist. In diese Burganlage hinein ist das heutige Berghotel "Wittekindsburg" gebaut, das an seinem spitzen Turm schon von weitem auch aus dem Tale zu erkennen ist. Innerhalb der Wallanlagen der Wittekindsburg liegt die "Wittekindsquelle". Leider fließt sie seit 1938 nicht mehr, weil beim Erzbergbau die wasserführende Gesteinsschicht unterbrochen worden ist. Sie soll der Sage nach von Wittekinds Roß zum Sprudeln gebracht worden sein. Durchaus möglich ist auch, daß sich hier in der germanischen Volksburg ein Quellenheiligtum befand. Dicht bei der Wittekindsquelle steht die Evangelische "Margarethen-Klus", im Volksmund "Wittekinds-Kapelle" genannt. Die Kapelle stellt den Rest der um 1000 nach Minden verlegten Benediktinerinnenabtei dar.1224 wurde sie urkundlich erwähnt. Die Anlage ist ein zweijochiger Saalbau aus Porta-Sandstein mit kuppligen Kreuzgratgawölben, halbrunden Schildbögen und Rundbogenfenstern. Unweit der Margarethen-Klus steht die Königslinde. Sie wurde in Anwesenheit des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV am 23.8.1842 gepflanzt, als dieser an der Feier aus Anlaß der Restaurierung der Margarethen-Klus teilnahm. Damals wurde der "Königsweg" angelegt, heute einer der schönsten und bequemsten Wanderwege am Südhang des Wttekindsberges. In der Anlage Wittekindsburg befindet sich eine Startrampe für Drachenflieger. Diese Attraktion wird sehr stark von Ausflüglern besucht, und es wird besonders gern bei gutem Flugwetter die Kunst der Segelflieger beobachtet. "Wolfsschlucht" ist die volkstümliche Bezeichnung für ehemals verlassene Steinbrüche mit einer Höhle. Im vorigen Jahrhundert wurde dort Porta-Sandstein gewonnen. In einem rekultivierten Steinbruch, der unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Denkmals liegt, befindet sich die Goethe-Freilichtbühne Porta Westfalica. Sie zieht mit ihren künstlerischen Vorstellungen von hohem Rang Jahr für Jahr einen großen Besucherkreis an. Ein Erlebnis besonderer Art sind Schiffsfahrten auf der Weser. Informationen erhalten Sie von der Sehr beeindruckend sind die Mindener Schachtschleuse und die Überführung des Mittellandkanals über die Weser. Der Schiffsanleger befindet sich in Porta Westfalica unterhalb der Weserbrücke In der Nähe des Campingplatzes. |